Kein Wind im Hoch

Nach einer Nacht in Mali Losinj, die Vorratskammer ist wieder aufgefüllt, „segeln“ wir weiter Kurs Süd 🙂 Der Wind ist schwach und kommt von achtern. Um wenigstens ein bischen Fahrt in das Schiff zu bekommen, kreuzen wir. Nach der sehr gemütlichen Fahrt fahren wir in den Kanal zwischen der Insel Illovic und Sv Petar. Hier liegt man recht geschützt entweder an ausgebrachten Bojen oder am eigenen Anker. Die Bojen, die sonst immer an der Insel St. Petar lagen, sind verschwunden. Es sind nur noch eine Handvoll Bojen an der Insel Illovic, sie sind alle belegt. Also lassen wir unser eigenes Eisen in den Grund. Wir lassen Queeny´s Gassiboot ins Wasser und stellen fest, dass Luft fehlt…dann finden wir winzige Löcher in der Gummihaut…es muß ein Seeigel auf Unije gewesen sein. Wir wissen nicht, wo und wie das passiert sein kann, da wir sehr aufgepaßt haben :(. Damit ist klar, wir müssen in einen Hafen, da nach dem Flicken das Boot 24 Stunden nicht aufgeblasen werden darf und solange hält Queeny nicht aus…also warum das ganze nicht mit etwas Angenehmen verbinden? Wir fragen Olly´s wo sie sind und beschließen am nächsten Tag nach Rab zu fahren, um uns mit ihnen nochmals zu treffen. Gesagt getan 🙂

Am nächsten Tag geht es bereits um sechs Uhr morgens los. Wir haben 22 Seemeilen vor uns und – es weht nicht ein Hauch von Wind. Wir motoren die ganze Zeit. Wir sichten einen Delfin. Er schwimmt eine Weile hinter uns her.  Um zehn kommen wir auf der Insel Rab an und sind ganz angetan von dem Anblick der Altstadt, die sich mit hohen alten Steinmauern vor uns aus dem Meer erhebt. Wir entscheiden uns gegen die teure ACI Marina und machen an der Stadtmauer fest. Hier haben wir zwar keinen Strom, aber den brauchen wir dank Solarpanel nicht. Wir spazieren immer am Meer entlang zum Campingplatz zu Olly´s. Später laufen wir durch die wunderschöne Altstadt und kochen gemeinsam Nudeln mit frischen Tomaten und Ziegenkäse. Sehr lecker! Das Gassiboot von Queeny wird mit einem Flicken versehen.

Weil es uns hier so gut gefällt, bleiben wir noch. Um 07.30 stehe ich auf und gehe in dem schönen Park joggen. Hajo hat mich nicht gehört und ich wecke ihn auch nicht. Dafür ist Frühstück fertig, als ich wiederkomme 🙂 Später fahren wir mit Olly´s Auto nach Lopar und gehen zu Fuß in eine von vielen traumhaften Sandbuchten. Ich kann dieser Versuchung nicht wiederstehen, lasse alle Kleider fallen und genieße mein erstes Bad in der Adria in diesem Jahr. Einfach herrlich. Es ist zwar noch ein wenig kühl im Wasser aber dafür habe ich jede Menge Platz, da sonst keiner badet außer meinem Vater. Den Abend verbringen wir auf dem Campingplatz bei leckerem Kartoffelauflauf aus dem Omnia 🙂

Es ist wieder 7.30. Hajo läuft diesmal mit. Wir merken, dass die Temperatur langsam steigt. Es ist schon sehr warm in der Früh. Seid gestern funktioniert unsere Internetkarte nicht mehr und wir wissen nicht warum…also suchen wir nach dem Frühstück ein Fachgeschäft und lassen uns helfen. Die Karte ist `hängengeblieben´. Der Fehler wird behoben und wir können wieder „on“ sein 🙂 Danach legen wir ab. Es ist inzwischen sehr eng geworden an der Stadtmauer, sodaß wir nur durch Eindampfen in die Vorspring aus unserer „Parklücke“ kommen. Das Wetter ist himmelblau, Sonne strahlt und der Wind? Keiner da. Also muß unser Motor ran und James ( Autopilot) fährt 🙂 Hajo konstruiert einen Adapterstecker, da der Akku vom Laptop leer ist und der Stecker nicht in den Umformer paßt. Eigentlich sollte die Steckdose in unser Bad für die elektrische Zahnbürste… Das fordert ihn so, dass er danach eine Stunde schläft…ich mache dies und das und lese dann in meinem Buch. Immer wieder muß ich mich zwingen einen Rundumblick zu starten, damit James kein Mist baut. In Silba liegen wir in einem kleinen Hafen, in dem es keinen Service, kein Strom und Wasser gibt. Es wird keine Gebühr erhoben 🙂   Trotzdem hilft uns ein netter Mann, wie sich später herausstellt, ist er der Wirt vom Hafenrestaurant. Den Abend lassen wir natürlich hier ausklingen. Und da sitzen wir immer noch weil ich auch hier den Bericht geschrieben habe. Nun möchte ich noch meinen Wein genießen, deswegen gibt es erst morgen die Bilder 🙂 🙂

 

 

 

Autor: hkweg

Wir segeln mit einer Jeanneau 7,50 m auf der Ostsee bis nach Haparanda (2015) und mit einer Elan 38 auf der Adria Kurs 180 Grad (2016). Mit an Bord Schäferhündin Queeny. Ein Erlebnisbericht mit Bildern und Videos.

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