Nationalpark Kornati

Am Morgen genießen wir noch unsere Ankerbucht bis 12.00 Uhr. Erst dann heißt es „Anker auf“ Richtung Kornati. Laut Karte gibt es zwei „Eingänge“. Wir halten uns brav an die Vorgaben, doch niemand kommt, um unser Ticket abzustempeln…Dabei sollen wir darauf achten, dass die Uhrzeit unserer Einfahrt genau dokumentiert wird, damit wir nicht wegen Zeitüberschreitung – unser Ticket gilt 24 Stunden – ein zweites Ticket kaufen müssen. Also fahren, nein, segeln wir in den Kornati Nationalpark. Dieser besteht aus 89 Inseln, ist 19 Seemeilen lang, 3,5 Seemeilen breit, umfasst insgesamt 217 Quadratkilometer und hat 2700 Sonnenstunden im Jahr 🙂   Wirklich ein Erlebnis!! Da noch keine Saison ist, sind auch wenig andere Schiffe da. Was uns etwas wundert, ist der ganze Müll, der umhertreibt und in kleineren Buchten an Land gespült worden ist…es ist auffällig viel, was hier umhertreibt 😦

Wir sehen wieder Delfine – und meine Kamera ist irgendwo – mal wieder…

In Vrulje, einem klitzekleinen Ort, machen wir an einer Boje fest. Der Mann, der uns von Land mit einer Fahne winkt, um uns zu seinem Restaurantanleger zu locken, ist enttäuscht. Doch wir wollen nur mit Queeny gehen und dann weiter fahren…

Überall gibt es wunderschöne Buchten zum Ankern…wenn man denn ankern könnte…fast in jeder solcher Bucht sind mindestens zwei Restaurants die um Kundschaft buhlen. Dort sind Bojen ausgelegt, an denen man nichts zahlen muss, wenn man im Restaurant Essen geht…

Wir machen zur Nacht an der Insel Lavsa in einer geschützten Bucht an einer Restaurantboje fest, die aber in unserem Buch als „freie“ Boje bezeichnet wird. Am Abend kommen tatsächlich die Ranger. Bei unseren Schiffsnachbarn bleiben sie auffällig lange an der Bordwand hängen. Diese haben kein Ticket und es auch nicht gewusst…Chartercrew…und müssen viel Geld bezahlen. Als sie zu uns kommen, zeigen wir unser Ticket, sie sind zufrieden. Wir fragen, ob wir hier „umsonst“ liegen dürfen und sie sagen uns, dass die Bojen dem Restaurant gehören… 😦   Gut…wir zahlen Permit…wir zahlen Kurtaxe…wir zahlen Leuchtfeuerabgabe…wir zahlen Eintritt zur Natur…und jetzt auch noch die Boje??? Nö…!!!

Da fast alle anderen Crews der Schiffe – Charterschiffe –  dort Essen gehen…fällt es nicht auf, dass wir an Bord leckere Bruschetta Toast und Salat essen 🙂 🙂 🙂

Gegen Abend wandern wir mit Queeny auf den Berg und genießen den Sonnenuntergang.

Am nächsten Morgen setzen wir um 10.30 bereits die Segel und lassen uns mit Raumen Wind ( Onkel Google 🙂   ) Richtung Kornati Süd treiben. Da wir noch viel Zeit haben und die Ranger sagten, wir hätten bis Abend Zeit den Park zu verlassen, wenden wir und segeln zurück Richtung Kornati Nord. Nun mit „am Wind Kurs“ düsen wir mit teils sieben Knoten durch die Inseln. Da wir oft wenden müssen, da es sehr eng ist zwischen den Inseln, wechseln wir uns zur Winschenarbeit ab. Das heißt, die Segel müssen oft von einer zur anderen Seite gewechselt werden. Die Schoten, die die Segel halten, laufen über Trommeln, den Winschen. Also derjenige, der „winscht“ schwitzt…und derjenige am Ruder friert. Im Wind ist es immer noch sehr kalt und ohne Jacke geht da nix 😦

Beim Kreuzen an der engsten Stelle stehe ich am Ruder…Hajo schwitzt und neben mir tauchen Delfine auf 🙂   meine Konzentration geht voll auf diese wundervollen Tiere, zumal riesengroß, wunderschön, top elegant und einzigartig. Ich kann meinen Blick nicht abwenden…Kurz vor der nächsten Felswand fällt mir wieder ein, wo ich gerade bin und was ich tue…Klar zur Wende? Ree…

Wir kommen heil durch die Enge, der Wind bläßt jetzt mit 14-16 Knoten. Wir schieben ordentlich Lage…chaka chaka 🙂   Katja ganz in ihrem Element 🙂

Da fällt uns ein…wir haben ja noch einen Hund…also drehen wir um und fahren das kurze Stück zurück zu dem Anleger, wo wir gestern schon waren. Vrulje.

Nach dem Gassi, laufen wir gleich wieder aus, denn wir müssen heute noch raus aus dem Park…nun bläßt es mit 22 Knoten…direkt auf die Nase…also Motor an und durch. Nach eineinhalb Stunden können wir endlich wieder Segel setzen. Der Wetterbericht sagt wieder unbeständig, die Wolken am Himmel können sich nicht einigen und wir wollen keinen Stress in der Nacht. Also entscheiden wir uns heute für die Insel Zut an einer Restaurantboje und gehen da auch Essen 🙂   Ergebnis: Sehr sehr lecker, riesen Portion und preislich voll in Ordnung!! 🙂 🙂

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Autor: hkweg

Wir segeln mit einer Jeanneau 7,50 m auf der Ostsee bis nach Haparanda (2015) und mit einer Elan 38 auf der Adria Kurs 180 Grad (2016). Mit an Bord Schäferhündin Queeny. Ein Erlebnisbericht mit Bildern und Videos.

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