Picknick am Strand

In Ilovik angekommen, finden wir keine freie Boje. Hajo und ich wollen eh an der Stadtmauer liegen, da wir kein Wasser mehr haben und Landstrom wär auch mal wieder von Nöten…doch alles ist besetzt 😞 Hochsaison…

Dann legen wir uns an ein neues Konzept. Vier Schwimmstege, alle im rechten Winkel zueinander, an denen acht Boote festmachen können. Diese haben allerdings keine Verbindung zum Land, sondern sind einfach mitten in dem Hafenbecken verankert. Wir liegen neben dem Boot von Podi mit seiner Sabotagecrew, nur getrennt durch den Schwimmsteg zwischen uns. 😄 

Zur Erklärung: Mit Sabotagecrew sind Podi’s reizende Kinder gemeint, die ab und zu, wirklich nur ganz selten, eigentlich gar nicht mal was anstellen. Ein Knopf hier gedrückt, da was verstellt und mal schnell irgendwas festgebunden…Kinder eben… Ob seine Frau, Petra, auch dazugehört, haben wir nicht herausgefunden😄

Wir packen die Rucksäcke mit allem Brauchbarem und wandern einmal über die Insel in unsere Karibikbucht. Hier lagen wir ja schon am Anker😁es ist schon fast dunkel, als wir uns alle ins Wasser stürzen. Herrlich. Danach lassen wir uns auf unseren Picknikdecken nieder und freuen uns über den Inhalt aus dem Rucksack. Wir bewundern den Sternenhimmel über uns und zählen die Sternschnuppen. Dazu gibt es Gruselgeschichten. Ein tolles Erlebnis. Der Rückweg wird zur Nachtwanderung mit Stirn- und Taschenlampen. Die Kinder sind begeistert und werden auch nicht müde darin, uns Erwachsene zu erschrecken. Für alle ein gelungener Tag😄

Am nächsten Morgen frühstücken wir alle bei Podi’s an Bord. Danach steht das nächste Ziel fest. Die Sandinsel Susak. 

Wikipedia: Susak ist eine sanft hügelige Insel, die Fläche beträgt 3,7 km². Die Ausdehnung der Insel beträgt maximal 3 km × 1,5 km. Der höchste Punkt der Insel ist der 96 m hohe Garba, auf dem ein Leuchtturm steht. Die Insel besteht aus einem Kalksteinsockel überlagert von sandigem Lehm und ist überwiegend mit Schilfrohr, Brombeere, Jasmin und Weinstöcken bewachsen. Die Insel wirkt dadurch (auch im Sommer) sehr grün und hebt sich durch diese Flora deutlich im Aussehen von den benachbarten Inseln (z. B. Unije und Ilovik) ab. Südöstlich der einzigen Siedlung der Insel befindet sich eine flache Sandbucht (Bok).  In dieser Bucht befindet sich das Bojenfeld, indem noch zwei frei sind😄

Die sind für uns! Danach erkunden wir die wunderschöne und sehr interessante Insel zu Fuß. Die Wege sind teilweise tief in den Sand gewaschen und von Schilfrohr überwachsen, sodass sie wie Tunnel wirken😄 Auf der Insel gibt es keine Autos. Nur kleine Bulldocks, das Gepäck oder die Einkäufe werden mit der Schubkarre ( für die Österreicher unter euch : Scheibtruhe) transportiert 😀 !!

Nach der langen Wanderung haben wir Durst. Wir kaufen im Supermarkt Getränke und Chips und setzen uns im Hafen auf eine Bank. Passt !

In der Dämmerung treten wir wieder mit Stirnlampen den Rückweg- bzw die Fahrt an. Wir freuen uns alle wieder über einen gelungenen Segel- und Wandertag😀 und sitzen noch bis tief in die Nacht bei Podi’s an Bord…

Bora

In der Nacht tobt noch ein heftiges Gewitter über uns, es regnet wie aus Kübeln…doch am nächsten Tag scheint die Sonne, als wäre nichts gewesen…😉

Wir wollen los, doch der Motor springt nicht an…kein Saft in der Batterie…kann eigentlich nicht sein, da wir zwei Batterien haben. Eine für den Verbrauch ( Kühlschrank, Licht, ect … ) und eine für den Motor. Wir überbrücken die Batterie und…Motor springt an 😄

Dann, gerade raus aus der Bucht, wollen wir Segel setzen…doch das Großsegel hat sich im Mast so vertörnt, dass es nicht raus geht😩 das ist eindeutig gestern passiert, als wir bei sehr viel Wind das Groß geborgen haben…im Eifer des Gefechts wohl zu viel angedirkt ( der Baum muss beim Bergen des Segels gehoben werden = andirken. Die Leine, welche den Baum im rechten Winkel zum Mast hält, nennt man “ Dirk “ . Nach ein bisschen trixen, steht das Segel und wir können Podi’s ( inzwischen: Sabotagecrew ) hinterher segeln. 😁

Wir erreichen die “ Borabucht „, eigentlich heißt sie Ustrinebucht auf der Insel Cres am Nachmittag. Warum Borabucht???

Als Hajo und ich das erste Mal da waren, mit einem Charterschiff, wehte die Bora…wir mussten mit Landleine ankern und konnten das aber noch nicht…also Chaos! Hajo sprang damals mit der Landleine ins Wasser und schwamm damit ans Ufer. Ich sollte das Schiff inzwischen mit dem Motor ausrichten…es wehte so heftig, dass das Anlegemanöver damals ewig dauerte…also unsere Erinnerung an diese Bucht : Borabucht 😄

Queeny, Hajo, Theresa und ich gehen in der Bucht spazieren. Wir kraxeln hoch hinauf und haben einen schönen Blick über die Bucht…leider habe ich den Fotoknips nicht dabei…

Am nächsten Tag, wir wollen nach Ilovic, klingelt Mr. Gnadenlos ( unser Wecker) schon um 7.00…😩 Hajo fährt Gassi, ich koche den Kaffee. Um acht heißt es Leinen los, denn wir müssen pünktlich um neun an der Brücke in Osor sein. ( Brückenverbindung zwischen den Inseln Cres und Male Losinj ). Es weht immer noch eine heftige Bora, die wir ausnutzen und mit Vorsegel fahren. Wir brauchen für die drei Seemeilen bis zur Brücke nur 30 Minuten. Es hat sich schon eine nette Welle aufgebaut. Dann geht endlich die Brücke auf und wir können durch den sehr engen Kanal hindurchfahren. Auf der anderen Seite…weht immer noch die Bora 😔 Wir entscheiden uns, den heftigen Wind, in einer geschützten Bucht an der Insel Cres, abzuwarten. Theresa, Queeny und ich fahren mit dem Gassiboot an Land. Bei unserem Streifzug entdecken wir eine Höhle mit Fledermäusen…Theresa ist fasziniert…ich hingegen zähle diese Tiere nicht zu meinen Favoriten 😞 Nach ausgiebig gassi, Fell bürsten und baden fahren wir zurück an Bord. Um 15.00 nimmt der Wind etwas ab und wir fahren weiter zur Insel Ilovic. 

Warum keine Bilder?? Da wir schon lange keinen Landanschluss mit 220 v hatten, ist der Akku vom Laptop leer…so muss ich das hier auf dem iPad schreiben. Und das ist nicht kompatibel mit meinem Fotoapparat. Ich reiche die Bilder nach 😄

Wilder Kvarner

Während ich das hier schreibe, es ist bereits Montag 00.28 Uhr, schaue ich auf ungefähr siebzig Ankerlichter. Es sieht aus, als wenn der Sternenhimmel ein wenig heruntergerutscht wäre… 😄.

Gestern haben wir uns mit unseren lieben Freunden aus Salzburg in der Marina Veruda getroffen. Sie haben dort ein Boot gechartert. Andreas, Petra und ihre Kinder Theresa und Max. Um drei waren sie soweit fertig, dass wir Anker auf und sie die Leinen lösten.  Leider reichte der Wind nicht für eine Kvarner Überquerung, sodass wir in Medulin am Anker übernachteten. 

Der Kvarner ist das freie Seestück zwischen Istrien und den Inseln Cres, Unije und Mali Losinj.  Es sind ca 20 Seemeilen bis zur Insel Unije und es weht dort häufig die Bora…deswegen wird das Seestück gefürchtet…

Heute Morgen nach ausschlafen, baden, Queeny bürsten und baden Anker auf mit Kurs zur Insel Unije. Das Wetter ist nicht ganz so warm, der Himmel hat Wolken und nur mäßigen Wind. Wir laufen knapp vier Knoten…dann schläft der Wind ganz ein. Beim Segel bergen fällt uns auf, das die Reffleine vom Großsegel kaputt ist…sie ist noch vom Vorbesitzer und tut seit über zwanzig Jahren ihren Dienst!!!  Wir finden zum Glück noch ein brauchbares, passendes Stück Leine in unseren Vorräten und ziehen diese umgehend ein. Zum Glück, denn der Wind hat auf Nordwest gedreht und fängt an zu pusten. Also Motor wieder aus und Segel hoch 😄 Wir entscheiden uns für die Westseite der Insel, denn da kommen wir mit halbem Wind gut hin…doch es dauert nicht lange, da nimmt der Wind kräftig zu und wir müssen reffen ( Segelfläche verkleinern )

Mit gerefftem Vorsegel geht es weiter…alle Fenster sind bereits geschlossen, Queeny legen wir ins Schiff und die Seeventile schließen wir auch schon mal…in der Ferne sehen wir weiße Schaumkronen…das bedeutet, es kommt noch mehr Wind…die Wellen werden höher…der Wind nimmt weiter zu.  Wir legen unsere Schwimmwesten an und bergen das Großsegel. Auf unserem Windmesser lesen wir 30 Knoten Wind…7 Bft 😄

Dann entscheiden wir uns für einen Kurswechsel. Unsere Freunde ( Podi’s ) fahren bzw segeln hinter uns her. Es sind Kinder an Bord. Also nehmen wir den angenehmeren Kurs mit Welle von hinten…wir machen Fahrt bis zu acht ! Knoten 😄 Super…!!!

Wir erreichen die Insel Unije ohne Probleme…über Funk erfahren wir von zwei Schiffen in Seenot…hinter der Insel ist die Riesenwelle weg und der Wind nicht mehr ganz so stark. Als wir zur Ankerbucht kommen, sind fast alle Bojen besetzt, zwei sind noch frei, doch wegen dem starken Seitenwind können wir dort nicht festmachen…wir ankern 😀 

Gegen Abend spazieren wir über die Insel und gehen in dem Dorf Unije in einer Konoba essen. Der Wind hat abgenommen…danach sitzen wir noch bei Podi’s an Bord…da blitzt es überall am Himmel und der Wind nimmt wieder zu…schnell fahren wir mit Queeny nochmal Gassi 😀

Bin gespannt, wie die Nacht wird…….

Wachhund

Nachdem wir in Ilovik Aufsehen mit unserer großen Sat Antenne erregt hatten, sind wir von dort zur Insel Krk in die Marina Punat gefahren. Leider wieder nur ohne Wind… Von der Marina waren wir so begeistert – freundlich, hilfsbereit, sauber, super Service usw… – dass wir dort eine Woche geblieben sind. Ich konnte dort auch endlich mal wieder unsere Wäsche waschen. Allerdings in einer Wäscherei – morgens hin, abends wieder abgeholt. Alles sauber und trocken und zusammengelegt!! Und das für einen vernünftigen Preis!! Geblieben sind wir natürlich auch wegen der Familie. Vivi hat dort in ihrem Urlaub ihren 50sten Geburtstag gefeiert. Meine Schwester Vivica, mein Schwager Peter, mein Patenkind Lene, ihr Freund Danny und mein Neffe Moritz. Ein Tag blieb uns noch zum Segeln und Badestop in einer Bucht…dann änderte sich das Wetter leider auf Bora, kalt und Regen 😦 Macht nix…wir besuchten eine Insel mit Franziskaner Kloster und feierten rein… und raus… 🙂 🙂 🙂

Insgesamt eine schöne Zeit. Am Dienstag dann Aufbruchstimmung bei uns. Wir fahren zur Stadt Krk zum Tanken und danach weiter um die Insel Cres herum nach Rabac. Die lebhafte Tourismusstadt liegt auf der Halbinsel Istrien. Dort machen wir an der Stadtmauer fest und lassen uns von dem Getümmel und dem Touristrom mitreißen 🙂

Am nächsten Tag dann endlich Wind…nur er kommt aus der Richtung, wo wir hin wollen…das sind wir ja schon gewöhnt 🙂 🙂 also kreuzen wir. Insgesamt werden es 36 Seemeilen bis zur Ankerbucht in Medulin. Ein schöner Segeltag hoch auf der Kante geht in der sehr gut besuchten Stadt Medulin zu Ende…auf der Suche nach einem Stand mit Süßigkeiten 🙂 🙂 🙂 Zurück an Bord schließen wir das erste Mal auf unserer Tour das Queeny Boot an, schließen alle Luken und hängen die Haustür ein…in dieser und kommenden Ankerbuchten wird vor nächtlichen Dieben gewarnt… 😦

In der Nacht bleibt alles ruhig…der Mond ist auch zu hell für krumme Dinger…am Morgen geht es nach Schiff unten putzen, Queeny ausgiebig Gassi und aufräumen weiter. Wir können segeln bei 3 Bft. Es wird eine gemütliche Fahrt mit insgesamt 13 Seemeilen. Am Abend ankern wir in der schon gut besuchten Bucht Veruda. Als Hajo die Ankerkette runter läßt, rutscht diese über seinen Fuß…aua… 😦 er läßt schnell das Gassiboot zu Wasser, um seinen Fuß zu kühlen…und vergißt die Leine vom Gassiboot zu befestigen…es folgt, aber erst nach lauten Rufen von den Nachbarn, ein unfreiwilliges Bad und dem davontreibendem Gassiboot hinterher… 🙂 Dann fahre ich allein mit Queeny Gassi… als ich wieder komme, ist das Essen fertig 🙂 auch schön 🙂 Wir platzieren Queeny für jeden potenziellen Dieb auf dem Deck hoch oben und gut einsehbar…wer jetzt kommt…ist selber Schuld 🙂

 

 

 

 

Lieblingsinsel Ilovic

Die Bora, die angekündigt war, kommt nicht. So haben wir also wieder zu wenig Wind, um vernünftig zu segeln. Vor uns liegen 35 Seemeilen. Da wir den Dieseltank lieber voll haben wollen und die Tankstelle in Hvar zu flach für uns ist, müssen wir einen kleinen `Schlenker`fahren, um auf der Insel Solta zu tanken. Erst am Nachmittag haben wir gute 5 Bft, die uns schnell zur Insel Borak wehen. Hier waren wir schon auf der Hinfahrt und machen diesmal geschützt hinter der Stadtmauer fest. Hajo baut die Sat Schüssel auf und wir haben einen erst hoffnungsvollen, dann traurigen Fernsehabend… ich sitze danach noch lange draußen und genieße die kühlere Luft. Da höre ich Geräusche vom Wasser her…es sind Delfine 🙂 🙂

Am nächsten Tag haben wir zwischen 1 und 3 Bft. So treiben wir mehr, als das wir segeln… 😦 Dafür beobachten wir eine große Schule Delfine, ich schätze dreißig Tiere. Sie lassen sich durch uns nicht stören und wir können ihnen eine ganze Weile zuschauen.  Dann mache ich meine Büroarbeit, beantworte eMails und studiere das Wetter. Dieses sagt für die kommende Woche nichts Gutes…wir wollen jedoch nach Krk! Nach 24 Seemeilen erreichen wir die Insel Zirje und ankern in einer kleinen Bucht. Inzwischen haben wir einen Plan. Wir wollen morgen in aller Frühe los und so weit wie möglich kommen…

Der Wecker klingelt um 4.30 😦 Um 5.00 geht der Anker auf 🙂 Es weht nicht ein einziges Lüftchen, das Wasser ist spiegelglatt, die Sonne noch nicht zu sehen. So motoren wir, James ( Autopilot ) steuert und wir dösen. Dabei fällt es uns sehr schwer, nicht wieder einzuschlafen. Wir haben einen wunderbaren Blick auf die Kornaten mit der aufgehenden Sonne. Um 12.00 legen wir an der Insel Iz an, um Queeny zu entleeren und zu bewegen und unseren völlig leeren Kühlschrank wenigstens ein bischen wieder zu füllen 🙂 Dann geht es weiter und ab 16.00 haben wir auch ein wenig Wind. Wir segeln. Um 17.00 kommen wir zur Insel Silba und wollen hier bleiben. Doch der Hafen ist voll 😦 Also Segel wieder hoch und weiter gehts zu unserer Lieblingsinsel Ilovic. Diese erreichen wir nach insgesamt 68 Seemeilen, davon 50 mit Motor um 20.30. Nach großer Gassirunde gönnen wir uns eine leckere Pizza 🙂 Am nächsten Tag stehen wir wieder früh auf, denn wir wollen einen schönen Ankerplatz in der tollen Badebucht, die Karibik Sandstrand- und grund hat. Wir baden den ganzen Tag immer wieder 🙂  Auch in der Nacht bleiben wir hier, da es überhaupt keinen Wind geben soll.

Heute Morgen, nachdem wir nochmal ausgiebig gebadet haben, sind wir wieder auf die andere Seite der Insel gewechselt, um uns einen Platz an der Stadtmauer zu sichern. Diese brauchen wir heute für unsere Sat – Antenne, da es um 21.00 Uhr auf Bayern eine Sendung „Lebenslinien“ gibt, die wir nicht verpassen wollen. Hier geht es um eine liebe Bekannte von uns… 🙂 🙂 🙂 Also: Anschauen lohnt sich !!!!!

 

 

Im Reich der Reichen

Wir verlassen die Marina Dubrovnik, fahren an der Stadtmauer entlang, machen Fotos und müssen schließlich umdrehen…ab hier nun Kurs Nord…der aber erstmal nach Westen führt und … wir haben Westwind 😦

Den ersten Stop, nach den ersten Motorseemeilen, machen wir auf der Insel Mljet. Eine kleine Bucht, gut zum Ankern. Und da machen wir schon Bekanntschaft mit dem ersten „Hochhaus“ der Superreichen. Ein, für uns, riesengroßes Motorboot fährt in die Bucht ein, paßt da eigentlich gar nicht hin und macht trotzdem mit vorher ausgebrachtem Buganker an der sehr kleinen Steinmole fest. Die Ankerkette liegt quer über der Bucht…und wir sehen nur das Personal, welches sich bemüht, den „Pott“ festzumachen. Später steigen die „Herrschaften“ in den Tender ( ein bequem großes Schlauchboot ) und werden in ein super Restaurant an Land gefahren…

Am nächsten Tag…wieder kein Wind zum Segeln… 😦 schaffen wir es bis in die Polace Bucht auf Mljet. Auch hier können wir gut ankern. Wir wandern los und schauen uns den Salzsee auf der anderen Seite an. Sehr schön zum Wandern und super zum Baden. Zweimal springen wir samt Queeny in den See und genießen das kühle Nass 🙂 Es ist für die nächste Nacht Bora angesagt. Wir wollen sehen, wie unser neuer Anker damit umgehen kann…aber…es kommt keine Bora… 🙂 Vor der Ankerbucht der „Kleinen“ , ankern die Riesenyachten der „Großen“… die Masten sind so hoch, sodaß sie mit roten Lichtern bestückt werden müssen…wegen den Flugzeugen…

Dann sind wir unschlüssig über unser nächstes Ziel…wir sind bereits ausgelaufen und wissen nicht so recht, wohin… zur Insel Lastovo…oder zur Insel Korcula? Das Wetter ist gut, blauer Himmel, heiß, aber kaum Wind. Zur Insel Lastovo ist es weiter. Also entscheiden wir uns für Korcula und können dann auch ein Stückchen segeln. Erst weht der Wind kaum, dann kommt er plötzlich mit 6 Bft daher…sehr schwierig, zumal er recht böig ist. Wir reffen ( verkleinern die Segelfläche ) und kreuzen uns da durch. Zwischen Korcula und Peljesac sind die Böen dermaßen kräftig, daß es keinen Spass mehr macht und anstrengend wird… 😦 zumal sehr viele Surfer unterwegs sind, die sich einen Spaß daraus machen, kurz vor unserem Bug vorbei zu sausen…

So bergen wir die Segel und motoren das letzte Stück in unsere Ankerbucht. Ein traumhaftes Fleckchen mit türkis schimmernden Wasser… 🙂

Am nächsten Tag tauchen wir ein in eine andere Welt…wir fahren, segeln, motoren, da mal wieder kaum Wind weht und wenn, dann von vorne… 😦 wir sehen Yachten, Schiffe, da wirken wir wie Spielzeug daneben 🙂

Wir ankern zur Nacht in einer Bucht an der Insel Scredo und man merkt auch hier die Nähe zur Promi Insel Hvar… 🙂

Die Bucht ist schon sehr voll, als wir ankommen. In unserem Revierführer steht, ankern mit Landleine. Also machen wir es so. Da wir keine wirkliche Landleine ( diese sollte sehr lang sein ) dabei haben, müssen wir unsere Festmacher miteinander verknüpfen… 😦

Schließlich liegen wir fest und können die schöne Bucht genießen. Seit Tagen brauchen wir beim Segeln keine Kleidung mehr…unter anderen trage ich nur noch Bikinihose und  meinen Pareo, welches zum Kleid umfunktioniert wird 🙂 🙂

Dann geht es weiter Richtung Hvar. Auf dieser Insel und in dieser Stadt treffen sich die Millionäre und Superreichen im Sommer auf einen Kaffee und Party…Das will ich sehen… 🙂

Wir motoren, da der mäßige Wind, der nicht zum Kreutzen reicht, aus der Richtung kommt, wo wir hin wollen… 😦

Als wir an Hvar vorbei kommen, bin ich enttäuscht. Ich komme mir vor, wie im Hamburger Hafen…es herrscht ein Bootsverkehr, überall fahren sie in einem Affentempo … das ist ein Schock nach unseren ruhigen Ankerbuchten 😦 und die Ansicht der Stadt finden wir nicht besonders aufregend…so entscheiden wir uns für die Marina auf der Insel Sv. Klement. Die Insel, die wir als Fingerinsel bezeichnen, da sie ganz viele Buchten hat, liegt genau vor der Stadt Hvar auf der Insel Hvar. Sie ist nur insgesamt zwei Seemeilen lang. Aber dafür mit lauter schönen Buchten bestückt. Der Hafen wird voll bis auf den letzten Platz. Die Schiffe, die nach 18.00 kommen, werden abgewiesen. Sie tun mir leid, denn der Wetterbericht sieht nicht gut aus 😦

Wir gehen spazieren und entdecken in der Marina die Waschmaschinen. Das könnte ich gebrauchen 🙂 Doch es kostet 20 ,- € … eine Maschine…der Trockner nochmal 10 ,- € 😦 . Das ist nicht unsere Welt. Also wasche ich mal wieder mit der Hand… Wir wollen uns gerne Hvar anschauen…das Taxiboot von hier aus kostet pro Person 100 Kuna…ca 15,- € … nö 😦 Dafür gehen wir lieber irgendwann Pizza essen 🙂 Ganz nach dem Moto : Geiz ist geil 🙂 🙂 🙂

Wir spazieren einmal über die Insel zu einer tollen Bucht…sie ist derart überfüllt mit Booten und Menschen, dass wir nur noch den Kopf schütteln…

Wir wollten das eigentlich vermeiden…doch es bleibt nicht aus. Wir vergleichen diese Tour mit der vom letzten Jahr…in Schweden waren wir nur allein. Fast in allen Ankerbuchten waren wir das einzige Schiff… 🙂 dafür habe ich jedoch nie meinen Bikini getragen, da es einfach zu kalt war… 😦

Morgen soll es weiter gehen…am 16. wollen wir auf der Insel Krk sein. Dort wird ein fünfzigster Geburtstag gefeiert und wir wollen dabei sein 🙂 🙂 🙂 Der Wind weht in der Früh günstig…dann schläft er wieder ein… 😦

Während ich dies schreibe, schaukeln wir so heftig hin und her, dass ich oft die Tasten verfehle. Wir liegen in der Marina Palmizana, die Taxiboote fahren gerade die Menschen zurück von Hvar zum Hafen…und sie fahren nicht langsam… 😦 Für die passenden Fotos habe ich heute keine Lust mehr… 🙂 morgen dann, genau hier 🙂

aber jetzt 🙂

Die Perle der Adria

In der Nacht kommt die Bora (kalter Fallwind aus den Bergen), so legen wir noch einen Tag in der schönen Slanobucht ein.  Wir wollen mit den Fahrrädern eine Tour machen, haben diese auch schon ausgepackt, da kommen wir mit unserem Schiffsnachbarn ins Gespräch…wir dürfen zu ihnen an Bord und ihr wunderschönes, riesengroßes Motorboot anschauen. Alles vorhanden…auch eine Spülmaschine für das Geschirr… Wow, wirklich sehr schön, da alles sehr schiffig und nicht so ein Plastikbunker…na gut, wir verbringen einen netten Nachmittag. Warum denn nicht auch den Abend zusammen…wir verabreden uns für ein Restaurant gegenüber. Wir fahren mit unserem Schiff dorthin, da man, wenn man dort Essen geht, nichts für den Liegeplatz bezahlt und sie kommen mit ihren Fahrrädern hinüber. Der Abend wird lang 🙂

Am nächsten Morgen lingelt der Wecker unbarmherzig früh…also los Richtung Dubrovnik. Da mal wieder gar kein Wind weht, muß unser Motor wieder Dienst tun. Um elf kommen wir in der ACI Marina an, gehen ausgiebig mit Queeny, denn sie wollen wir auf gar keinen Fall durch die Stadt schleppen. Wir machen ihr die Plicht so bequem wie möglich, verhängen alles so, daß Wind reinkommt aber Sonne nicht und stellen ihr große Mengen an Wasser hin. Sie versteht und ist dankbar, daß sie auf das Schiff aufpassen darf 🙂

Wir nehmen den Bus. Der ist hier wirklich sehr günstig!! Wir zahlen 1,50 € pro Person 🙂

Also: Wer noch nie in Dubrovnik war, sollte dies unbedingt nachholen. Es ist wirklich sehr sehr schön. Nicht umsonst wird diese Stadt die „Perle der Adria“ genannt. Wir sind total begeistert, zumal gerade ein Film gedreht wird und lauter „Mittelaltergestalten“ durch die Stadt laufen. Wir gehen durch die teilweise sehr engen Gassen und bestaunen die alte aber solide Bauweise. Dann wird uns das Touri-Gedränge zuviel und wir flüchten auf die Stadtmauer. Da man für diese Eintritt zahlen muss, ist hier nicht so viel los. Der Preis ist jedoch angemessen und wir zahlen gerne, da mit dem Geld die Stadt wieder aufgebaut, bzw erhalten werden kann. Im Krieg wurde doch einiges zerstört… 😦

Wir genießen den Rundgang, denn wir haben einen tollen Blick. Die Mauer zieht sich einmal komplett um die Stadt herum. Zum Glück gibt es immer wieder Ecken, die Schatten spenden und wir Pause machen können. Es ist sehr heiß… 🙂

Um sieben sind wir wieder bei Queeny. Sie freut sich sehr und es geht ihr gut. Dann kühlen wir uns ab im Swimming Pool der Marina 🙂 und genießen den Abend an Bord.

Wir wollen heute weiter…doch erst ist einiges zu tun…Wäsche waschen…uns gehen die T-shirts aus und es gibt hier nur eine Wäscherei. Das ist mir zu teuer, also wasche ich mit der Hand 😦 wähhhh… 😦 . Dann muß mal wieder alles sauber gemacht werden, Staub wischen und saugen. Das Schiff außen waschen…und…Ölwechsel für unseren treuen Motor!! 🙂 Dank eines neuen „Absaugsystems“ ist der Wechsel diesmal nicht so eine Sauerei wie das letzte Mal und wir sind mit allem um zwei fertig. Dann haben wir einfach keine Lust mehr, den Hafen zu verlassen…wir bleiben. Wir gehen spazieren, kochen aufwendig mit mal wieder Fleisch ( Hajo: Juchuh 🙂 ) und tauchen nochmal in den Pool!! Vielleicht können oder wollen wir uns auch von unserem südlichsten Punkt noch nicht trennen, denn ab jetzt heißt es wieder „Kurs Nord“ 😦