Drei Tage Ilovik

Der Wetterbericht meldet für die kommenden Tage leider nicht gut. Erst Jugo aus Süd, dann Bora aus Nordost. Da heißt es für uns, ein sicheres Plätzchen suchen. Da wir in Mali Losinj nicht optimal liegen und es hier auch zu laut ist, entscheiden wir uns für unsere Lieblingsinsel Ilovik. Wir sind bereits um 7.30 fertig für „Leinen los“. Als wir aus der geschützten Bucht kommen, bläst uns schon ein Südwind mit 5 Bft entgegen. Die Welle ist natürlich auch schon da und so werden die 10 Seemeilen zu einem nassen Ritt. Josi verpassen wir eine Schwimmweste, da sie noch keine Seebeine hat und binden sie auch vorsorglich mit der Lifeline fest 🙂 . Angekommen in Ilovik wollen wir an der Stadtmauer festmachen. Wir bekommen den letzten Platz, der aber im Sturm zu flach werden könnte, da wir nur noch 30 Zentimeter Wasser unter dem Kiel haben…also nehmen wir gegenüber eine Boje…eine der letzten 😉 Später sind wir heilfroh, dass wir nicht an der Stadtmauer liegen. Die Schiffe dort schaukeln sich im Schwell die Seele aus dem Rumpf…

Schon in der ersten Nacht bekommen wir es mit einem heftigen Gewitter zu tun. Die Böen peitschen das Regenwasser über das Deck ( hier werden Erinnerungen an Schweden wach 🙂 ), wir sitzen im Schein der Taschenlampe im Salon und spielen UNO. Vorsorglich haben wir die Hauptsicherung ausgestellt.

Am nächsten Tag ist es bewölkt, was uns aber nicht davon abhält, über die Insel zu wandern und in unserer Karibikbucht baden zu gehen. Auf dem Rückweg kaufen wir in dem kleinen Inselmarkt ein kühles Bier und für Josi einen Eiskaffee. Dann setzen wir uns auf eine Bank am Hafen und schauen den wenig einlaufenden Schiffen zu, wie sie nach einem Platz Ausschau halten. Fast kein Schiff hat heute den Hafen verlassen. Alle wettern die Bora hier ab. Es steht ordentlich Schwell in die Bucht, was auch uns kräftig schaukeln läßt. Die Überfahrt mit dem kleinen Gassiboot wird zum Tanz auf den Wellen und endet immer mit einem nassen Popo 🙂 Am Abend genießen wir den wunderschönen Sonnenuntergang und essen Pizza a la Katja 🙂

In der Nacht wird es noch einmal richtig stürmisch, sodaß Hajo aufsteht und nach den Leinen schaut. Am Sonntag morgen weht es nicht mehr ganz so stark, doch nur ganz wenige verlassen das Bojenfeld. Auch für heute ist noch starke Bora angesagt. Wir bleiben auch noch, putzen das Schiff, reinigen den Kühlschrank usw. Josi ist mehr im Wasser, als auf dem Schiff. Sie genießt es. Wir gehen spazieren und schauen den Italienern zu, wie sie sich gegenseitig die besten Plätze stehlen. Im Augenblick sehen wir mehr Italiener, als Kroaten…alles fest in italienischer Hand 🙂 Einige der Schiffe, die auslaufen, kommen wieder. Draußen ist das Meer weiß vor Schaumkronen und die Wellen sind beachtlich… Wir werden morgen entgültig den Heimweg antreten müssen. Rüber über den Kvarner, an Istrien entlang, durch die Triester Bucht und nach Monfalcone…dafür haben wir noch sechs Tage Zeit 🙂

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Autor: hkweg

Wir segeln mit einer Jeanneau 7,50 m auf der Ostsee bis nach Haparanda (2015) und mit einer Elan 38 auf der Adria Kurs 180 Grad (2016). Mit an Bord Schäferhündin Queeny. Ein Erlebnisbericht mit Bildern und Videos.

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