Wetterkapriolen

Unsere letzten Tage sind angebrochen. Für die Fahrt über den Kvarner stehen wir früh auf und lösen um 6.45 die Leine zur Boje. Jeder einen Pott Kaffee in der Hand, Josi schläft noch, Frühstück gibt´s später. Das Meer spiegelglatt, der Himmel blau, wir sind alleine unterwegs. Nur langsam füllt es sich. Wir motoren an der Insel Mali Losinj und Unije vorbei. Dann kommt langsam der Wind. Wir sehen in der Ferne schon die Schaumkämme…Dann empfängt uns wie erwartet die Bora aus Nordost mit guten 5-6 Bft. Wir reffen unsere Segel und freuen uns über die rauschende Fahrt 🙂 . Die Wellen sind ca 2-3 Meter hoch und treffen uns von der Seite. Wir schaffen die Überfahrt in 2 Stunden und 23 Minuten. So schnell waren wir hier noch nie unterwegs. Ca 5 Seemeilen vor dem Porer Leuchtturm reffen wir wieder aus, da der Wind sich bei 4 Bft einpendelt. Das heutige Ziel sollte Veruda sein, doch wir nutzen den tollen Segelwind weiter aus und düsen gleich bis Rovinj durch. Die Wetterberichte sind sich mal wieder nicht einig…schon ab Mittwoch soll es wieder Starkwind geben… 😦 sagen die Kroaten, der Windfinder sagt es für Donnerstag. In Rovinj legen wir uns im Bojenfeld an eine Boje. Wir waren insgesamt 11 Stunden unterwegs und sind 55 Seemeilen weit gekommen.

Am Abend gönnen wir uns eine Pizza und bummeln durch die überfüllte Altstadt. Griechenland und die Türkei müssen wohl für Touristen geschlossen worden sein 😉 . Alle Urlauber sind hier in Kroatien, so scheint es. Die Küste ist voller kleiner Boote, die Strände übersät mit Handtüchern… 🙂 Für uns steht fest: Wir meiden in Zukunft im Juli und August dieses schöne Land. Es ist uns einfach zu voll hier um diese Zeit… 😦

Die Nacht war einfach nur schrecklich. In die Bucht steht starker Schwell, wir schaukeln ohne Ende. Außerdem stößt die Boje ständig an unseren Schiffsrumpf, da kein Lüftchen mehr weht… 😦

Um elf brechen wir auf und segeln bei gemütlichen 3 Bft die Küste entlang nach Novigrad. Ständig ändern wir unsere Pläne für die kommenden Tage…, denn eigentlich wollten wir hier noch einen Tag bleiben.  Wir wissen nicht so recht, was wir mit dem Wetterbericht anfangen sollen…Nun sagt auch der italienische Bericht den Starkwind schon für morgen… 😦 Das wird wohl zum Ende nochmal spannend… 🙂

Autor: hkweg

Wir segeln mit einer Jeanneau 7,50 m auf der Ostsee bis nach Haparanda (2015) und mit einer Elan 38 auf der Adria Kurs 180 Grad (2016). Mit an Bord Schäferhündin Queeny. Ein Erlebnisbericht mit Bildern und Videos.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s